• 21.3.2014 Galerie Jörg Heitsch München

    LESUNG & KÜNSTLERGESPRÄCH "Laughing Windows"
  • KAFKARAWANE 
  • KAFKA IN ISRAEL

    Galerie Jörg Heitsch, München: "Kafka in Israel... und alle Anderen anderswo" ab 8.2.2014
  • Johannesburger Goldtransfer

    Kafka reist nach Südafrika und findet "New Germany"
  • TON Zeitgenössische Oper Berlin

  • "Wie man Scheinessern Beuys erklärt"

    Rückblick auf eine Ausstellung in Tel Aviv, Chelouche Gallery 2011
  • WORLDSOCIETY OF HAPPINESS

  • UNOS UNITED NÜRNBERG 2006

    ALLE WOLLEN WIE ALLE SEIN, Performances im öffentlichen Raum
  • DAS LAGER ALS DENKRAUM 2006

    "Hannah Arendt - Das Mädchen aus der Fremde", zensiert vom Kunsthaus Nürnberg

EINE UNGEHALTENE REDE

"Lieber Franz Kafka,

in aller Form möchten sich heute die hier versammelten Mitglieder der neu gewählten israelischen Regierung bei Ihnen für Ihre Hinrichtung entschuldigen. Diese Tat der Vorgängerregierung ist durch nichts zu rechtfertigen und aus heutiger Sicht ein furchtbares Verbrechen an unserem mühsamen Versuch ein Mensch unter Menschen zu sein. Dennoch bitten wir Sie, ihre Ermordung mit Nachsicht zu bewerten, da regierende Menschen nicht unfehlbar sind.

Wir würden gerne noch einen Schritt weiter gehen und Sie bitten uns in unserer Regierungsarbeit in Zukunft zu unterstützen, denn vor 25 Jahren habe Sie hier vor der Knesset ihre denkwürdige Rede begonnen mit den Worten:

„Unter uns Menschen ist der Affe der mit Abstand größte und einzige Aussenseiter. Geben wir ihm, und damit auch uns, seine von den Menschen geraubte Würde zurück.“

Wir möchten uns für diese Gedanken bedanken, denn sie werden Ausgangspunkt und Angelpunkt für unsere neue Verfassung sein.

Zwar benötigt der Affe nicht unbedingt den von Ihnen geforderten eigenen für Menschen unerreichbaren Kontinent, oder ein so großes Territorium, das seiner Würde angemessen erscheint.

Jedoch geben wir Ihnen in einem Punkt vollkommen Recht. Wir Menschen müssen endlich, diese unsere Seelen aufs schmerzhafteste verletzenden Zoos schließen, um uns und unseren Kindern nicht mehr diesen voyeuristischen Anblick gedemütigter Kreaturen hinzugeben, um uns dadurch unserer kulturellen Überlegenheit/Erhabenheit, ja dem eigentlichen Menschsein zu versichern.

Ihre damalige Einsicht, dass die Affenwesen weit vor unserer Zeit diese Erde mit ihrer Kultur belebt und uns somit den Weg ins Dasein bereitet haben, ist nur zu wahr. Daher sollten wir hier im Nahen Osten aufhören über eventuelle eigene territorialen Besitzansprüche nachzudenken, da den Affen, wollten wir auf territoriale Ursprünglichkeit pochen, geschichtlich betrachtet, die Welt und unser Land gehört... [...] 

 

Bitte nehmen sie unseren Menschenaffenbefreiungsvorschlag als einen Versuch einer Entschuldigung entgegen und versuchen Sie zusammen mit uns, diesen revolutionären Gedanken zu einem Gesetzentwurf zu entwickeln – öffnen Sie ihr Herz, verzeihen sie uns und unseren Vorgängern, wir wissen nur zu gut wie schwer dies Ihnen fallen muss ... aber diese Neuordnung der Welt sollte hier in Israel beginnen und ein Franz Kafka sollte unbedingt ein Teil einer ersten jüdischen Weltrevolution sein.

Schalom ....

 

Lieber Franz,

sei mir nicht böse, aber ich musste weiterziehen. Wir beide sind doch nun mauerüberwindende Geister einer gesetzlosen Welt. Eine körperliche Vereinigung macht daher keinen Sinn. So habe ich mich aufgemacht und werde mich an einem mir vertraut klingendem Ort niederlassen, nicht weit vom Punkt der Welt, wo der „Fels der gute Hoffnung“ in der stürmischen Brandung der Gezeiten steht.

Von Israel aus ist es ein geistiger Katzensprung

 

Wir sind und bleiben eins

Deine dir auf ewig verbundene Pina."

 

Textauszug aus:

Volker März, Kafka auf der Suche nach Pina Bausch. Ramallh, Capetown, Soweto, 2011, Verlag für Moderne Kunst, Nürnberg 

 

 

01.04.2013

Das neue Buch: LAUGHING WINDOWS

LAUGHING WINDOWS Herausgeber: Jürgen KriegerText Volker März Deutsch/Englisch Broschur OTA Bind, 16 x 21 cm 216 Seiten mit ca. 200 Abb. EUR 32,00 ISBN 978-3-86859-252-8 Jovis Verlag, Berlin     [mehr]


16.04.2013

bis 22.3.2014 Jörg Heitsch Galerie München

Die Jörg Heitsch Galerie in München zeigt einen Ausschnitt des Werks von Volker März - bis 22.3.2014 - unter dem Titel „Franz Kafka in Israel… und alle Anderen anderswo“.[mehr]


04.06.2013

21.3.2014 Lesung & Künstlergespräch

"Das Komische daran ist, dass das Lachen nicht komisch ist.» VOLKER MÄRZ stellt zusammen mit WIEBKE PULS in einer performativen Lesung Texte aus "Laughing Windows" und "Kafka in Israel" (Jovis Verlag) vor. Ort: Jörg Heitsch...[mehr]


28.02.2014

27.2.2014 Bayerisches Fernsehen - CAPRICCIO

Die Welt der Kunst und Kultur. VOLKER MÄRZ in der Sendung vom 27.2.2014 - Mediathek[mehr]